Ex-Stapler von Linde Material Handling mit explosionsverhindernder Bauweise
Sichere Logistikleistung durch Explosionsschutz

Explosionsgeschützte Fahrzeuge

Sicher, effizient und ergonomisch in jeder Umgebung

In der Fertigung vieler Industriezweige entstehen als Nebeneffekt explosionsfähige Gasgemische, Dämpfe, Nebel oder Staubwolken. Das ist etwa in der Pharma- und Chemieindustrie, in der Druck- und Papierbranche, aber auch etwa in der Getreide- oder Zuckerverarbeitung der Fall. Intralogistikfahrzeuge müssen in solchen Unternehmen maximalen Explosionsschutz gewährleisten, um Unfälle zu vermeiden.

Zahlreiche elektrisch oder dieselbetriebene Stapler, Hubwagen und andere Lagertechnikfahrzeuge von Linde Material Handling werden deshalb in explosionsgesicherten „Ex“-Versionen angeboten. Dadurch kann der gesamte Materialfluss in einem Unternehmen unter explosionsgeschützten Bedingungen abgewickelt werden. Bauteile, die Funkenschlag auslösen können, wie etwa Antriebsteile, Räder oder auch Hubgabeln, werden jeweils gekapselt, versiegelt oder aus hochsicheren Materialen gefertigt.

Zudem wird die Oberflächentemperatur einzelner Fahrzeugkomponenten reguliert, um Explosionen zu vermeiden. Die Logistikfahrzeuge behalten durch die Zusatzausrüstung die für Linde typische Wirtschaftlichkeit, Umschlagsleistung und ergonomisch ausgerichtete Bauart.

In der Fertigung vieler Industriezweige entstehen als Nebeneffekt explosionsfähige Gasgemische, Dämpfe, Nebel oder Staubwolken. Das ist etwa in der Pharma- und Chemieindustrie, in der Druck- und Papierbranche, aber auch etwa in der Getreide- oder Zuckerverarbeitung der Fall. Intralogistikfahrzeuge müssen in solchen Unternehmen maximalen Explosionsschutz gewährleisten, um Unfälle zu vermeiden.

Zahlreiche Gegengewichtsstapler, Schubmaststapler, Hoch- und Niederhubwagen von Linde Material Handling werden deshalb in explosionsgesicherten „Ex“-Versionen angeboten. Dadurch kann der gesamte Materialfluss in einem Unternehmen unter explosionsgeschützten Bedingungen abgewickelt werden. Bauteile, die Funkenschlag auslösen können, wie etwa Antriebsteile, Räder oder auch Hubgabeln, werden durch Behandlung der Oberflächen geschützt.

Zudem wird die Oberflächentemperatur von Fahrzeugkomponenten reguliert, um eine zu hohe Aufheizung zu vermeiden. Die Fahrzeuge behalten trotz der Zusatzausrüstung die für Linde typische Wirtschaftlichkeit, Umschlagsleistung und ergonomisch ausgerichtete Bauart.

Nach Norm durch die Gefahrenzonen

Die gesetzlichen Anforderungen an den Explosionsschutz werden ständig weiterentwickelt und standardisiert. Diese gilt es, zeitnah und korrekt umzusetzen. Bei Staplern und Lagertechnikgeräten in Explosionsschutzausrüstung von Linde sind die Fahrzeuge selbst und die entsprechende Dokumentation auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung. Sie entsprechen den EU-Bestimmungen für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen (EN 1755) sowie der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU.

Die CE-Konformität wird durch die Anwendung harmonisierter Normen im Entwicklungsprozess sichergestellt. Dabei werden alle relevanten Komponenten, Geräte und Baugruppen sowie das Gesamtfahrzeug einer Typprüfung unterzogen beziehungsweise von einer akkreditierten, namhaften Prüfstelle zertifiziert. Linde bietet Fahrzeuge für den Einsatz in explosionsfähiger Atmosphäre, die durch Gase, Dämpfe oder Stäube verursacht wird und im Normalbetrieb gelegentlich (Zone 1/Zone 21) oder nur kurzzeitig entsteht (Zone 2/22). Die Fahrzeuge der Gerätekategorie 2G/D sowie 3G/D werden exakt auf die jeweiligen Einsatzbedingungen, die sich aus dem Explosionsschutzdokument des Kunden ergeben, angepasst.

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Explosionsgeschützte Fahrzeuge von Linde

Ex-Schutzmaßnahmen

Die speziell für die Anforderungen in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelten Linde-Fahrzeuge vereinen die bewährten Vorteile der Serienfahrzeuge mit umfassenden Explosionsschutzmaßnahmen gemäß der ATEX-Produktrichtlinien.

Elektrische Betriebsmittel wie zum Beispiel Motoren, Steuerungen, Sensoren, Schalter oder Displays sind durch unterschiedliche Zündschutzarten geschützt. Linde setzt druckfeste Kapselung, erhöhte Sicherheit, Eigensicherheit, Vergusskapselung, abgedichtete Einrichtungen, nicht funkende Einrichtungen sowie schwadensichere Gehäuse ein.

Mechanische Betriebsmittel sind durch konstruktive Maßnahmen geschützt. Bei Gabelzinken und Bremsen wird die Bildung mechanischer Funken vermieden. Bauteile aus Kunststoff wie zum Beispiel Fußmatten, Reifen, Tanks und Sitzbezüge sind gegen gefährliche elektrostatische Aufladung geschützt.

Eine elektronische Temperaturüberwachung stellt sicher, dass unter extremen Einsatzbedingungen keine unzulässig hohen Temperaturen entstehen.

Konstruiert nach Explosionsgruppe und Temperaturklassen

Bei der Konstruktion explosionsgeschützter Flurförderzeuge wenden Linde-Ingenieure Technologien an, die jeweils für definierte Explosionsgruppen und Temperaturklassen ausgelegt sind. Abhängig davon, wie sensibel ein explosionsfähiger Stoff ist, wird er in eine bestimmte Explosionsgruppe eingeteilt. Stoffe in höheren Explosionsgruppen, wie Wasserstoff, erfordern jeweils aufwendigere Schutzmaßnahmen an den Fahrzeugen. Die Stoffe werden außerdem nach Temperaturwerten eingestuft, ab welchen sie als Gas oder Nebel explosionsgefährlich werden. Die jeweiligen Bauteile der Flurförderzeuge werden entsprechend ausgelegt.

Innovative Technologie in EX-Schutz-Ausführung

Durch die enge Zusammenarbeit der Linde Entwicklungsbereiche Serie und Ex-Schutz stehen innovative Assistenzsysteme, Sicherheitsfeatures und Sonderausstattungsvarianten in kürzester Zeit auch für den Einsatz in potentiell explosiver Atmosphäre zur Verfügung. Die Auswahl an optionaler Sonderausstattung reicht dabei vom Flottenmanagementsystem Linde connect über den Linde BlueSpot bis zum neuen Arbeitsscheinwerfer Linde VertiLight. So können Flotten mit Standard- und Ex-Schutz-Fahrzeugen auf dem gleichen Komfort- und Sicherheitslevel ausgestattet werden.

Perfekt abgestimmt

Video zum manuellen Fasshandling

Manuelles Fasshandling

Hochhubwagen mit manuellem Fasshandling für die Zonen 1 und 21

Video zum ferngesteuerten Fasshandling

Ferngesteuertes Fasshandling

Hochhubwagen mit ferngesteuertem Fasshandling für die Zonen 1 und 21

Service

Auch bei Anwendungen in gefährlicher, explosionsfähiger Atmosphäre können Sie sich auf unser dichtes Servicenetzwerk verlassen. Unsere nach international geltenden Ex-Schutz-Bestimmungen ausgebildeten Servicetechniker sorgen dafür, dass Ihr explosionsgeschütztes Fahrzeug einsatzbereit bleibt und die gesetzlich vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfungen problemlos besteht. Analog zur Ersatzteilversorgung mit Serienteilen, stehen den Linde-Servicepartnern auch Ersatzteile für explosionsgeschützte Fahrzeuge über eine zentrale 24/7-Versorgung weltweit zur Verfügung. Diese Ersatzteile bleiben weit nach Serienauslauf verfügbar.

Nach Norm durch die Gefahrenzonen

Die rechtlichen Anforderungen an den Explosionsschutz steigen auf EU- und auf nationaler Ebene. Damit wachsen die technischen Anforderungen an die Logistikfahrzeuge. Linde Material Handling folgt bei der Explosionsschutzausrüstung seiner Stapler und Hubwagen der vorgegebenen Einteilung in Gefahrzonen: Es gibt Linde-Modelle für Einsatzbereiche, in denen explosive Gasgemische oder Dämpfe nur gelegentlich auftreten.

Diese Stapler und Hubwagen der Zone 1 benötigen die so genannte Ex-Schutzkategorie 2G. Einsatzzonen in denen explosive Gaskonzentrationen selten und nur kurzzeitig auftreten (Zone 2), erfordern dagegen die Ex-Schutzkategorie 3G. Bei explosiven Staubwolken unterscheiden die ATEX-Vorschriften der EU wiederum die Zonen 21, 22 oder 23, je nachdem ob die gefährlichen Staubverdichtungen ständig, gelegentlich oder nur kurzzeitig auftreten. Für nahezu alle definierten Gefahrenzonen kann Linde eine breite Palette an Fahrzeugen, mit Elektro- oder Dieselantrieb explosionssicher ausrüsten.

Konstruiert nach Explosionsgruppe und Temperaturklassen

Bei der Konstruktion explosionsgeschützter Lagertechnikfahrzeuge wenden Linde-Ingenieure Technologien an, die jeweils für definierte Explosionsgruppen und Temperaturklassen ausgelegt sind. Abhängig davon, wie sensibel ein explosionsfähiger Stoff ist, wird er in eine bestimmte Explosionsgruppe eingeteilt. Stoffe in höheren Explosionsgruppen, also etwa Wasserstoff oder Acetylengas, erfordern jeweils aufwendigere Schutzmaßnahmen an den Fahrzeugen. Die Stoffe werden außerdem auch nach dem Temperaturwert eingeteilt, ab dem sie als Gas oder Nebel explosionsgefährlich werden. Entsprechend werden unterschiedliche Bauteile der Stapler und Hubwagen gekühlt.

Ex-Schutzmaßnahmen bei Elektro-Fahrzeugen für Schutzkategorien 2G und 3G

Verkapselt

Um Funkenschlag durch ein elektrisches Linde-Logistikfahrzeug zu verhindern, werden alle elektrischen Bauteile, wie Antriebs-, Hub-, Pumpen- und Lenkmotoren sowie elektronische Steuerungsteile wie Relais, Betriebsstundenzähler oder Batteriekapazitätsanzeige in druckfesten Gehäusen gekapselt.

Verschraubt

Die Kabeleingänge zu den Komponenten werden dabei jeweils mit speziell zugelassenen Verschraubungen ausgeführt und zertifizierte Batterien, Kupplungen und Stecker verbaut.

Überzogen

Bei Staplern und Hubwagen werden die Zinken der Hubgabel mit einer Messinglegierung oder rostfreiem Stahl überzogen, da beide Versiegelungen Funkenschlag, etwa bei Kollision mit einem Metallregal, unterdrücken.

Temperaturüberwacht

Die Fahrzeuge werden temperaturüberwacht. Bei Erreichen der zulässigen Grenztemperatur reduzieren sie die Arbeitsgeschwindigkeit oder schalten ganz ab. Wo möglich, sind an Achsen oder Motoren Kühlkörper aus Aluminium-Magnesium angebracht, um die Temperatur besser abzuleiten und die Fahrzeuge länger verfügbar zu halten.

Anti-Statik

Funken können auch durch rein statische Aufladung der Fahrzeuge entstehen. Sitze, Kunststoffteile in der Fahrerkabine sowie Reifen sind daher leitfähig ausgeführt. Die Radfelgen bleiben partiell unlackiert, um Aufladungen in den Boden abzuleiten. Elektrische Steuerelemente in der Kabine werden mit geringen Betriebsströmen ausgelegt, damit Linde-Originalteile verwendet werden können.

Ex-Schutzmaßnahmen bei Diesel-Fahrzeugen für Schutzkategorien 2G und 3G

Verkapselt

Die Fahrzeugantriebe verbrennen selbst entzündlichen Treibstoff und es entstehen dabei hohe Temperaturen, etwa an Motorteilen und bei Abgasen. Bei Fahrzeugen dieser Modellreihen wird deshalb der gesamte Motor explosionsgeschützt kapselt. Die Zentralelektrik für Motor und Bedienelemente, Starterbatterie, Anlasser und Lichtmaschine sind gleichfalls druckfest abgeschottet.

Temperaturkontrolle

Die Staplerantriebe haben eine automatische Abstellvorrichtung. Sie stoppt den Motor, wenn das Kühlwasser oder das Abgas das zulässige Temperaturlimit übersteigen, die Drehzahl zu hoch steigt oder im Motor der Schmieröldruck ausfällt.

Abdichtung

Wo die Motoreinheit mechanische Verbindung nach außen hat, werden besondere Schutzmaßnahmen getroffen. So gibt es Kurbelwellen-Spaltdichtungen auf beiden Seiten der Einheit, mit verschraubtem Ölpeilstab und einer eigenen Kurbelraum-Entlüftung.

Kühlung

Die Dieselmotoren in explosionsgeschützten Linde-Fahrzeugen haben eine Abgaskühlung, welche die anfallende Abgaswärme über einen Wärmetauscher an das Kühlwasser ableitet. Im Auspuffsystem ist zusätzlich ein geprüfter Funkenfänger eingebaut sowie in der Luftansaugleitung zum Motor eine geprüfte Flammdurchschlagssicherung integriert.

Explosionsgeschützte Sonderausstattung

Auch die Ex-Staplermodelle gibt es mit optionaler Sonderausstattung, die auch von konventionellen Linde-Fahrzeugen her bekannt ist. Elektrisch betriebene Features wie Scheibenwischermotoren, Arbeitsscheinwerfer, der Linde BlueSpotTM oder Warnblinkleuchten werden dabei gleichfalls explosionssicher abgeschottet.